Joachim Löw – Ein erfolgreicher Fußball Trainer

ii23Im Jahr 1960 erblickte, im Schwarzwald, ein kleiner junge das Licht der Welt. Dieser Junge wird später einer der erfolgreichsten Trainer des deutschen Fußballs werden. Sein Name ist Joachim „Jogi“ Löw.

Vor seiner Karriere als Trainer der deutschen Nationalmannschaft aber begann Löws Karriere als Fußballspieler.

Die jungen Jahre im Spielerleben des Joachim Löw

Als ältester Sohn von vier Kindern eines Ofenbauers begann Joachim „Jogi“ Löw seine Karriere im Fußball bereits in jungen Jahren. Noch vor Abschluss seiner Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann spielte Löw Fußball im TuS Schönau 1896. Schnell wechselte er zum FC Schönau.

Der nächste Aufstieg und der richtige Einstieg in die Karriere als Fußballer erfolgte mit Eintritt in den Fußballclub „Sportfreunde Eintracht Freiburg“. Nachdem hier 1978 sein Talent erkannt wurde führte es den jungen Joachim 1980, mit nur 20 Jahren zum VfB Stuttgart in die Bundesliga.

In Stuttgart allerdings lies man den jungen Stürmer nicht richtig Spielen. Mit nur vier Spielen und nach nur einer Saison wechselte er daher den Verein und Stürmte fortan bei Eintracht Frankfurt.

In den darauffolgenden zwei Jahren erzielte er fünf Tore in 24 Bundesliga spielen. Mit 22 Jahren wechselte Löw den Club erneut und landete wieder beim SC Freiburg. Im ganzen Jahr von 1982 bis 1983 verpasste der junge Stürmer kein einziges Spiel und stand insgesamt 34 Mal für den SC Freiburg auf dem Fußballfeld. Mit rund acht Toren war dies keine schlechte Bilanz. 1983, spielte Löw nur drei Spiele weniger, erzielte aber mit 17 Toren ein herausragendes Ergebnis.

1984 folgte der erneute Wechsel. Diesmal zum Karlsruher SC. Löws Qualifikationen aber wurden hier verkannt und so durfte sich der mittlerweile 24 jährige Stürmer nicht behaupten. Er wurde lediglich eingewechselt. Nach dieser unbefriedigenden Situation entschied sich Löw für den SC Freiburg und spielte vier Jahre lang, von 1985 bis 1989, für diesen Fußballverein.

Im Jahr des Mauerfalls entschied sich der spätere Trainer der Nationalmannschaft für den Wechsel in die Schweiz. Im FC Schaffhausen und FC Winterthur konnte man Löw von 1989 bis 1992 antreffen.

In der Schweiz angekommen begann auch Löws Trainerkarriere.

Der junge Vereinstrainer

1994 begann Joachim Löw im Verein FC Winterthur die D-Jugend zu trainieren, während er ebenfalls Spieler der Nationalliga B des Vereins war. Im selben Jahr erfolgte aber dennoch der Wechsel zum FC Frauenfeld, in welchem er als Spielertrainer fungierte.

In dieser Zeit begann der mittlerweile 34 jährige Löw eine Ausbildung zum Fußballtrainer. Durch das Angebot Rolf Fringers allerdings, kam es zunächst nicht zum Abschluss der Ausbildung.

Fringer wollte Joachim Löw 1995 als Co-Trainer des VfB Stuttgart. Dieser nahm das Angebot an und Fringer und Löw erzielten in der Saison Platz zehn. Die erhoffte UEFA Teilnahme blieb dementsprechend aus. Fringer bekam nach Saison Ende das Angebot Schweizer Nationaltrainer zu werden. Mit Annahme dieses Angebots wurde Joachim Löw Nachfolger und Nationaltrainer des VfB Stuttgart.

Daraufhin gewann der VfB sechs Spiele in der Saison 1996/97. Das fiel auf und der VfB Präsident Gerhard Mayer Vorfelder beförderte Joachim Löw zum Cheftrainer. Was folgte war der Einzug in das Finale des Europapokals und die Qualifikation, auf dem vierten Platz, für den UEFA Cup. Dennoch entließ Vorfelder Löw.

In den darauffolgenden Jahren von 1998 bis 2004 wechselte der Trainer zu Fußballmannschaften in der ganzen Welt. Sein Trainerweg führte ihn über die Türkei, nach Karlsruhe, wieder in die Türkei, nach Tirol und schließlich nach Wien.

In dieser Zeit war der angehende Trainer der deutschen Nationalmannschaft mehrfach Arbeitslos, wurde frühzeitig entlassen und verhalf den Vereinen nicht zu den gewünschten Erfolgen.

Dennoch wurde Joachim Löw 2004 als Co-Trainer der Bundesnationalmannschaft angestellt. Er fungierte neben Oliver Bierhoff, dem Teamchef und Jürgen Klinsmann, dem Bundestrainer. Nun begann die steile Karriere des Joachim Löw.

Der Weg zum erfolgreichen Nationaltrainer

ii24Nachdem Jürgen Klinsmann sich 2006 von seinem Trainerposten verabschiedete, wurde dieser an Joachim Löw weitergegeben.

Der neue Bundestrainer verkündete das ehrgeizige Ziel 2008 die EM Gewinnen zu wollen. Das Finale gewann die deutsche Nationalmannschaft zwar nicht, jedoch war es ihr Möglich bis zum Finale zu kommen.

Nach zwölf Jahren schaffte es nun Joachim „Jogi“ Löw der Nationalmannschaft dies zu ermöglichen. Auch wenn Deutschland das Spiel verlor und Spanien mit einem Siegeszug vom Fußballfeld abzog, war es ebenfalls ein Sieg für Jogi Löw und seine Mannschaft.

Im Jahr 2010 ging es dann um die Weltmeisterschaft. Der Bundestrainer nominierte hierfür vor Allem junge Spieler und kreierte so ein Kader mit einem durchschnittlichen Alter von 25 Jahren. Es war das jüngste deutsche WM-Kader seit 74 Jahren. Deutschland wurde bei der WM 2010 dritter und war Sieger der Herzen im Lande.

Mit diesen beiden kleinen aber auch unfassbaren Siegen, verdiente sich Joachim Löw 2010 das Bundesverdienstkreuz und wurde mit dem Bambi des „Ehrenpreis der Jury“ ausgezeichnet.

Zwei Jahre später wurde der Run des Erfolgs für Jogi Löw etwas gedämpft. Bei der EM 2012 schied die deutsche Mannschaft bereits im Halbfinale aus. Diese kleine Niederlage jedoch konnte 2014, durch den unglaublichen Sieg gegen Argentinien in der Weltmeisterschaft, wett gemacht werden. Die deutsche Nationalmannschaft wurde unter Trainer Jogi Löw Weltmeister. Er ist somit der erste deutsche Weltmeistertrainer.

In der EM 2016 schied die deutsche Mannschaft nach dem Halbfinale aus, war aber zumindest in die Runde der besten vier vorgedrungen.

Auch wenn die EM 2016 nicht so lief, wie es Jogi Löw angedacht hatte, schaut man sich den Verlauf der Spiele genau an, ist anzunehmen das der charismatische Erfolgstrainer auch bei der nächsten WM wieder für einen deutschen Weltmeistertitel sorgt.